Statuten

statuten

I. Der Zweck des Gesang – Vereins Uettingen ist
a; Pflege und Hebung des Gesangs dahier überhaupt
b; Aneignung eines sittlich guten Liederschatzes
c; Unterstützung und Förderung des Kirchengesangs.

II. Mitglied des Vereins kann jeder werden, der die Achtung seiner Mitbürger genießt und zum Singen befähigt ist.
Die Anmeldung zum Verein ist beim Vereinsvorsteher anzubringen.

III. Der Verein besteht aus:
1. Ordentlichen Mitgliedern, die in solchen welche sich am Singen unmittelbar beteiligen.
2. Aus Ehrenmitgliedern, die in solchen welche sich um den Verein verdient gemacht haben.

IV. An der Spitze des Vereins steht die Vorstandschaft
bestehend aus 5 Mitgliedern (nämlich)
1. einen Vorsteher
2. einen Stellvertreter desselbigen dem Dirigenten
3. einem Kassier
4. zwei Beisitzer

V. Die Vorstandschaft wird auf zwei Jahre gewählt ist aber nach Ablauf dieser Frist wieder wählbar. Die Vorstandschaft versieht ihren Dienst unentgeltlich. Die von der selben begleiteten Stellen sind als Ehrenposten zu betrachten. Im Wintersemester sind wöchentlich zwei Stunden, im Sommersemester findet jedoch nur eine Stunde statt. ( In der Erntezeit fallen die Singstunden gewöhnlich ganz aus, sofern nicht besondere Gründe eine Singstunde veranlassen.)

VI. Jedes ordentliche Mitglied ist verpflichtet, die Singstunden fleißig zu besuchen, sowie in denselben pünktlich zu erscheinen. Nichtmitgliedern ist der Zutritt während der Singstunden untersagt. Entschuldigungen wegen zu spät Kommens zu den Singstunden, sowie wegen Wegbleibens von derselben sind beim Vorsteher oder Dirigenten an zu bringen und zwar (in letzterem Betreff) womöglich noch vor der betreffenden Stunde. Wer ohne Entschuldigung oder ohne triftigen Grund wegbleibt, hat das erste Mal einen Verweis, im Wiederholungsfalle eine Ordnungsstrafe von 20 Pfennig zu gewärtigen. Das Selbe gilt für den, der zu spät erscheint, ohne sich zu entschuldigen oder ohne dies genügend begründen zu können.

VII. Jedes ordentliche Mitglied entrichtet
a; Bei der Aufnahme in der Verein 100 Pfennig Aufnahmegebühr
b; stets sich gleich bleibende monatliche Beiträge. Letztere sind stets im Voraus zu zahlen und zwar an den Kassier, der sie in der ersten Singstunde jeden Monats erhebt. Wer nach der ersten Singstunde eines Monats in den Verein eintritt, hat für den laufenden Monat seinen Beitrag zu entrichten.

VIII. Wer drei Monate mit seinen Beiträgen im Rückstand bleibt und auf erfolgte Mahnung im 4. Monat nicht bezahlt, wird als aus dem Verein freiwillig ausgetreten betrachtet, das Gleiche wird bei dem gem. der drei Singstunden ohne Entschuldigung oder triftigen Grund versäumt.
Jeder, der freiwillig aus dem Verein ausscheidet, oder als solcher angesehen werden muss, hat bei anfallender Wideraufnahme in den Verein den doppelten Betrag obiger Eintrittsgebühr als Einstand zu leisten.

IX. Durch den Austritt aus dem Verein erlischt jeglicher Anspruch an denselben.

X. Wer ohne triftigen Grund oder ohne alle Entschuldigung aus dem Verein ausscheidet, kann als Ehrenmitglied desselben nie genommen werden.

XI. Über jeden, der sich zur Aufnahme oder Wiederaufnahme in den Verein meldet, wird durch Ballotieren abgestimmt. Unordentlicher Lebenswandel, beleidigende Äußerungen gegen den Verein selbst oder dessen Vorstandschaft in Sache des Vereins, fortgesetzten Ungehorsam gegen den Vorsteher oder Dirigenten und der gleichen ziehen die Ausweisung aus dem Verein nach sich. Ohne dass sich die bereits gezahlten Geldbeträge zurück erstattet werden. Ein solcher kann auch nie als Ehrenmitglied aufgenommen werden.


XII. Der Dirigent führt in den Singstunden die ausschließliche Leitung der Gesänge.
Jedes ordentliche Mitglied hat darin dessen Weisungen willig Folge zu leisten.
Zuwiderhandlungen werden zunächst mit Verweis bestraft, im Widerholungsfalle mit dem Ausschluss aus dem Verein.
Beschwerden sind stets an den Vorsteher zu richten.

XIII. Als Gesänge werden neben geistlichen Liedern auch andere passende weltliche Lieder, anständigen sittlich guten Inhalts zum Üben bestimmt. Die Lieder sind vom Dirigenten auszuwählen, dem Vorsteher mitzuteilen und mit den Mitgliedern zu üben.

XIV. Feierlichkeiten werden in einer Generalversammlung festgesetzt. Bei derselben haben die Mitglieder stets den Anordnungen der Vorstandschaft besonders Folge zu leisten. Bei allen Feierlichkeiten, Ausflügen usw. hat jedes Mitglied das Recht seine Familien Angehörigen mit zu bringen. Andere als diese einzuführen ist nur mit besonderer Erlaubnis der Vorstandschaft gestattet. In besonderen Fällen kann das Einführungsrecht von letzteren ganz aufgehoben werden.

XV. Die Kasse befindet sich in den Händen des Kassiers. Ohne besondere schriftliche Anweisung durch den Vorsteher darf derselbe keinerlei Ausgaben für den Verein machen, und ist derselbe mit seinem eigenen Vermögen für die Kasse des Vereins haftbar.

XVI. Alle voraussichtlich nicht in kurzer Zeit zur Verwendung gelangenden Gelder der Kasse sind bei der Sparkasse anzulegen. Die hierüber ausgestellten Urkunden werden vom Vorsteher aufbewahrt.


XVII. Im Monat Februar jedes Jahres findet die Rechnung Stellung, sowie auch Neuwahl der Vorstandschaft statt.

XVIII. In allen strittigen Fällen, die in den Sitzungen nicht vorgesehen sind, beschließt die Generalversammlung. Dabei entscheidet stets die Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.


XIX. Der Vorseher überwacht den ganzen Geschäftsgang und führt in den Versammlungen den Vorsitz.

XX. Der Verein kann nur aufgelöst werden, wenn zwei Drittel sämtlicher Mitglieder dafür stimmen oder wenn kein Quartett mehr vorhanden ist. Im Fall der Auflösung ist der nach Bezahlung der Rechnungen etwa noch überbleibende Vermögensbetrag unter den noch verbleibenden Mitgliedern gleichmäßig zu verteilen. Sämtliches Inventar wird in diesem Fall öffentlich an die Meistbietenden versteigert.